Startseite
    Zwielicht
    Something old, something new
    something borrow, something blue
  Über...
  Archiv
  musische Ohrenfolter
  cineastische Hochgenüsse
  Gästebuch
  Kontakt

   Seelennebel

Webnews

Webnews



http://myblog.de/madamesnowwhitepink

Gratis bloggen bei
myblog.de





Über

Willkommen im Zwielicht - nimm dir einen Stuhl und genieß die Show!

Alter: 34
 

Mehr über mich...

Ich bin...::
zynisch + emotional + übermütig + unberechenbar + sarkastisch + devot + exzentrisch + eine Katze auf dem heißen Blechdach + unzulänglich + mein eigener Gott, mein eigener Richter und mein eigener Henker + ein merkwürdiges Spielzeug + sadistisch + ungezogen + sinnlich + ...



Werbung



Blog

Schmerzliche Selbsterkenntnis oder notwendige Überarbeitung der Persönlichkeit

Da ist dieser Punkt in mir, diese eine kleine Sache von der ich glaubte, dass ich sie hinter mir gelassen hätte. Es hat mich Jahre gekostet, um dieses Wort aus meinem Kopf zu verbannen. Nicht unablässig die Stimme meines Erzeugers zu hören, die vehement verkündet wie unzulänglich* ich doch bin, welche Schande... was für eine Enttäuschung und ihr mit Gleichgültigkeit, vielleicht sogar mit Überlegenheit zu begegnen, ohne die Frage zu zu lassen ob er letztlich vielleicht doch Recht hat und dieses verhasste Adjektiv zutrifft.
Ich glaubte, diese Erinnerung verdrängt zuhaben. Vergessen war der bittere Beigeschmack, den sie mit sich brachte und ich hatte wohl meine Bahn gefunden. Zumindest dachte ich so.
Und nun ist dieses Wort mit all seiner Schmerzlichkeit wieder da. Dämme brechen auf und ich stehe dem hilflos gegenüber. Bin zwiegespalten und unschlüssig wie ich dem begegnen soll. Da ist einerseits dieser Stolz, der mich ermahnt nicht zu zu lassen, dass es mich erneut aus der Bahn wirft, weil diese Vorstellung nichts mit der Realität zu tun hat und andererseits die bittere Wahrheit, dass dem tatsächlich so ist...
Ich bemerke wie ich mich wieder mit anderen Augen zu betrachten anfange, wie sich mein eigenes Bild vor mir selbst verändert und die Formen verschwimmen. Ich spüre wie mich die Angst beschleicht und auch die Wut, vorallem die Wut und der Zorn und ich weiß welche Gefahren dies birgt. Ich weiß es nur zu gut. Ich war bereits an diesem Punkt. Ein Schritt vor dem Abgrund. Schmerz als Bestrafung. Schmerz als Konsequenz für meine Unzulänglichkeit. Und mein Hirn arbeitet fieberhaft. Die Gedanken überschlagen sich, stehen in Widerspruch zueinander und der kleine Teufel in mir ist wieder hellwach. Ich vernehme seine spöttische Stimme. "Hab ich es dir nicht gleich gesagt.." Und ein Teil von mir muss ihr Recht geben.
Vielleicht habe ich mir tatsächlich etwas vorgemacht. Vielleicht stimmt es einfach? Wenn so viele dieser Ansicht sind, wie könnten sie sich irren?
Und zum ersten Mal seit Jahren werde ich wieder unsicher. Kann nicht mehr so leicht und unbeschwert agieren, sondern beobachte mich dabei wie ich meine Schritte wieder vorausplane. Rückkehr zu einem Kreislauf, der mir verhasst ist und dennoch notwendig erscheint. Prinzipien, die ich gefasst hatte, verblassen wieder. Mein Bewusstsein erfährt eine Umstrukturierung und ich erlebe diesen Umstand mit wachen Augen. Es ist kein unterbewusster Prozess. Ich nehme es billigend in Kauf. Es ist eine Notwendigkeit und mit ihr beginne ich kritischer zu werden. Beäuge mich selbst wie ein Insekt unter einem Mikroskop mit Augenmerk auf jeden Makel, jeden noch so kleinen Fehler.
Verrat an meinen Gedanken einerseits.
Widerspruch zu der Erkenntnis wie falsch und kalt diese Gesellschaft doch ist.
Doch bin ich machtlos. Treibe weiter und weiter. Teilweise erscheint es richtig, ja logsich. Da sind unzählige Argumente, die dafür sprechen. Oberflächliche Denkweise. Aber sie hat ihre wahren Seiten. Selbstverbesserung zur Steigerung des Marktwertes. Worte wie aus dem Bwl-Buch. Kapitalistisches Grundprinzip. Wenn du etwas verkaufen willst muss die Verpackung stimmen. Sie fällt als Erstes ins Auge. Marketingstrategien für Fortgeschrittene. So kalt und roh und doch die nackte Wahrheit, denn so liegen die Dinge. Sinnlos sich dagegen zu schließen.
Aber wozu diese Überlegungen anführen? Das Spiel hat längst wieder begonnen. Nur erkenne ich diesesmal ein Ziel, dass es zu erreichen gilt. Die Motivation zur Marktlage. Der Zweck heiligt die Mittel?! Der Zweck ist es wert. Definitiv.

[*Unzulänglich: Bei- und Nebenwort, nicht zulänglich, zu einem Bedürfnisse, zu einer Absicht nicht zulangend. "Das Tuch ist unzulänglich zu einem Rocke", reicht nicht hin. Eine unzulängliche Summe zu einer Reise, die nicht ausreicht, diese Kosten zu bestreiten. So auch die Unzulänglichkeit.]

Wird das Endprodukt zufriedenstellend sein und ein Gütesiegel bekommen?

Warum bringen mich diese Worte nur so aus dem Konzept, dass ich nicht anders kann als über sie nachzusinnieren? Warum weckt dieser eine kleine Punkt so viel Schmerzliches in mir?
Die Wertung des Offensichtlichen liegt im Auge des Betrachters. Bewertungen stehen auf der Tagesordnung. Der erste Eindruck ist entscheidend. Abwägen von Pro und Contra im Sekundentakt. Welche Bilanz ist in dieser Zeit zu ziehen?

Ab und an scheint es angebracht diverse Klein-Mädchen-Vorstellungen abzulegen. Allem Anschein nach besitze ich wider Erwarten doch noch einige davon. Seltsames Feeling. Dabei hielt ich mich für so abgeklärt, aber letztlich bin ich doch irgendwo idealistisch. Zu idealistisch. Tote Fische im Strom.

Und allmählich werde ich mir meiner Makel mehr und mehr bewusst, was zu einer logischen Konsequenz treibt. Selbstkritik als Anfang. Fahrlässige Selbsttäuschung führt zu nichts. Willkommen in der Realität!
3.10.07 22:44


Nein! bereue sie nie, diese Liebkosungen, durch die Du mein dürftiges Leben schmückst! Ich kannte sie nicht, diese wonnigen Blumen, dem reinsten Boden der edelsten Liebe entblüht! Was ich zuvor nur erträumt, wird mir einmal so wundervoll wahr - auf den gemeinen Boden meines irdischen Daseins musste dieser zartbelebende und verklärende Wonnetau einmal fallen.
Nun bin ich geadelt - ich habe den höchsten Ritterschlag erhalten. An Deinem Herzen, in Deinem Auge, von Deinen Lippen - ward ich der Welt enthoben. Jeder Zoll an mir ist nun frei.
Nein! bereue sie nie! Diese Flammen, sie brennen leuchtend, rein und hell! Deine Liebkosungen - sie sind die Krone meines Lebens, die wonnigen Rosen, die mir aus dem Dornenkranze erblühten, mit dem mein Haupt einzig geschmückt war. Nun bin ich glücklich!
Du bist nun einmal das Einzige, Liebste und Beste, was mich an diese Menschenwelt fesselt, und hätte ich Dich nicht, wäre mir dieses Gefühl nicht zu Teil geworden, so würde ich auf einmal der tragischen Komödie dieses traurigen Lebens ein jähes Ende bereiten und der trügerischen Erdensonne den Rücken zuwenden. Nur in Dir und mit Dir und durch Dich kann ich noch hoffen höchstes Glück zu erfahren, so allein für mich komme ich mir so dürr, hohl und nüchtern vor, dass mir vor mir selbst graut und ich meinem eigenen Schatten entfliehen möchte in manchen Stunden.
3.10.07 22:40





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung